Tiny House 1

gepostet von am 21. Okt, 2017 in Wohnraumdesign | Kein Kommentar

Hallo, das heutige Thema dreht sich neuerlich um die Reduktion auf das Notwendige und die daraus folgende nachhaltige Lebensweise. Diesmal am Beispiel der Tiny-Houses.

Der Ursprung der Tiny-Houses ist nicht genau festzumachen. Kleinste Wohnstätten gab es schon immer, allerdings meist aus der Notwendigkeit geboren. Die moderne Tiny-House Bewegung ist meiner Meinung nach eher eine Geisteshaltung, welche erst durch die Überflussgesellschaft möglich wurde. Es ist eine Gegenbewegung zum Credo des ewigen Wachstums. Auch hier spielt allerdings die heutige Lebensrealität der Menschen eine große Rolle. Das klassische Einfamilienhaus im Garten ist für viele Menschen einfach zu teuer.

Da es keine offizielle Definition gibt ist es nicht einfach zu sagen ab welcher Größe es sich um ein Tiny-House handelt. Die Grenzen sind oftmals fließend. Die Abmessungen der kleinsten Tiny-Houses richten sich meist nach den zulässigen Anhängergrößen welche auf den Straßen transportiert werden dürfen. In Europa lassen sich damit mobile Häuser von etwa 15-25 qm realisieren.

Die Gründe sich ein Tiny House zuzulegen sind also vielfältig. Natürlich kann es auch als Zweit- oder Ferienhaus verwendet werden, aber der eigentliche Vorteil der kleinen Häuser liegt anderswo. Durch die Reduktion auf das Wesentliche besteht ein weitaus geringerer Finanzierungsbedarf, wodurch sehr viel Lebensqualität wiedergewonnen werden kann. Die größere Freiheit manifestiert sich nicht nur in einer eventuellen Möglichkeit des Ortswechsels, sondern vor allem im Gewinn von Lebenszeit, welche nicht für die Finanzierung und Instandhaltung eines klassischen Eigenheimes verbraucht wird. Die Umwelt freut sich natürlich auch wenn weniger Fläche verbaut wird und unberührte Grünflächen bestehen bleiben.
Ein anderer Grund um in einem kleinen Haus zu wohnen ist das Singledasein. Durch die Auflösung traditioneller Familienstrukturen gibt Bedarf an Kleinsthäusern mit Wohnraum für nur eine Person. Dieser Typus von Tiny-Houses ist meist nicht mobil und wird spezifisch für die Zielgruppe als Singlehaus vermarktet.

Mittlerweile gibt es eine große Bewegung, die sich dem räumlich reduzierten Wohnraum verschrieben hat. Deshalb existieren auch viele verschiedene Blogs zu diesem Thema. Ein überaus interessanter Blog aus den USA, dem vermutlichen Ursprungsland der Bewegung, stellt gegen einen relativ kleinen Beitrag sogar Baupläne zur Verfügung. Dort werden auch Online-Workshops und mehr bereitgestellt, um sich den Traum vom kleinen Eigenheim selbst zu erfüllen.

Learn How To Build A Tiny House

Bild oben: hoMe Innenraum von tinyhousebild.com

Mittlerweile werden Tiny Houses in den unterschiedlichsten Varianten angeboten. Von der Selbstbauversion bis zum schlüsselfertigen Haus inklusive Energiegewinnung und Wasseraufbereitung. Vom topmodernen Wohncube bis zum klassischen Häuschen mit Giebeldach.
Erwähnt werden muss hier natürlich ein erfolgreicher Vertreter aus Österreich, die Firma Wohnwagon, welche sich dem Thema Energieautarkie besonders verschrieben haben.
www.wohnwagon.at/

Da dieses Thema doch sehr umfangreich ist, möchte ich weitere Teile anschließen bei denen es um die Planung von Tiny-Houses im Allgemeinen geht. Die Links weiter unten führen euch zu Homepages, auf denen ihr weitere Informationen, aber vor allem auch Pläne und praktische Informationen finden könnt, wenn euch dieses Thema interessiert.

 

Bis zum nächsten Mal,
Roman

 

http://tiny-houses.de/minihaus-ratgeber-bauen/bauplan-grundriss-minihaus/
https://experimentselbstversorgung.net/abenteuer-bauwagen-teil-1/
https://tedxinnovations.ted.com/2016/04/26/excuse-me-while-i-stretch-out-in-my-250-square-foot-home/
https://www.tumbleweedhouses.com/

https://fleeds.ch/fleeds-open-source-tiny-house/

 

 

PS: Die Photos in diesem Blog wurden uns mit freundlicher Genehmigung von Gabriella Morrison von tinyhousebuild.com zur Verfügung gestellt.

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