Fast Fashion und was man dagegen tun kann

gepostet von am 16. Dez, 2016 in Modedesign, Tipps, Upcycling | Kein Kommentar

Was kann ich dazu beitragen, der „Fast Fashion“-Industrie entgegenzuwirken?

Jeder einzelne kann seinen Teil dazu beitragen! Und zusammen werden es ganz viele, die immer mehr bewirken können!

Hier findest du Tipps, welche Fragen du dir selbst stellen kannst und so im Alltag ganz einfach herausfindest: Was kaufe ich da? Wo kommt es her? Möchte ich das verantworten?

 

Fast Fashion

Der Ursprung des Begriffs kommt vom s.g. Copy-Cat-Verhalten von Mode-Unternehmen, die innerhalb weniger Wochen gemäß dem Quick-Response Ansatz die neusten Modelle bekannter Designer und Stars kopieren und zu deutlich günstigeren Preisen anbieten.

Dies hat zur Folge, dass durch den Produktionsdruck Lieferanten zur Einhaltung immer knapperer Liefertermine gedrängt werden und somit Lohnkürzungen und unverantwortliche Praktiken gefördert werden. Das führt dazu, dass Massenproduktionen, meist in asiatischen Herstellungsländern einen erhöhten Chemikalieneinsatz fordern. Doch selbst geringe Chemikalienrückstände in einzelnen Textilien führen bei der Masse von Kleidung zur großflächigen Verbreitung schädlicher Substanzen auf der ganzen Welt.

Weltweit werden jährlich ca. 80 Milliarden Kleidungsstücke produziert.

In der Massenproduktion ist auch der Begriff „Sweatshop“ oder „Sweatfactory“ entstanden – allerdings schon in der Mitte des 19. Jahrhunderts – eine Arbeitsstätte mit sehr schlechten Arbeitskonditionen. Die Arbeit ist meistens unterbezahlt, menschenunwürdig und oft auch lebensgefährlich. In 18 Ländern werden Sweatshops betrieben: Bangladesch, Rumänien, Costa Rica, El Salvador, China, Dominikanische Republik, Indien, Vietnam, Honduras, Indonesien, Armenien, Brasilien, Haiti, Taiwan, Elfenbeinküste, Nicaragua, Mexiko, USA. (Informationen von: Fair Labour Association)

 

DU kannst beeinflussen was du kaufst, indem du dich mit folgenden Fragen über ein Produkt beschäftigst:

Wo wurde das Produkt hergestellt?

Ist das Stück aus fair produziertem, vielleicht auch nachhaltigem Material?

Ist es realistisch, dass die an der Herstellung beteiligten Arbeiter einen entsprechenden Lohn bekommen?

Falls man ein Kleidungsstück nicht mehr trägt, kann man es Up- oder Recyclen?

Welchen Effekt hat die Entsorgung eines Kleidungsstückes auf die Umwelt? Ist es biologisch abbaubar?

Sprich mit anderen darüber.

Vielleicht haben sie weitere interessante Informationen oder Tipps?

 

Wir können die Verantwortung übernehmen, wenn wir wollen.

 

I make your clothes,

Astrid

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