Das war der Fashion Revolution Day 2016

gepostet von am 19. Aug, 2016 in Modedesign | Kein Kommentar

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Am 24. April 2016 jährte sich zum 3. Mal der Einsturz des Fabrikgebäudes Rana Plaza in Bangladesch. 1.138 TextilarbeiterInnen kamen ums Leben, mehr als 2.500 wurden schwer verletzt. Sie wurden von den Fabrikbetreibern unter Androhung ihrer Entlassung, gezwungen, zur Arbeit zu erscheinen, obwohl das Gebäude wegen schwerer Baumängel am Tag zuvor behördlich gesperrt worden war. Um 9.00 Uhr früh stürzte der achtgeschossige Fabrikkomplex ein….Und dieser 24. April markiert nun jährlich den  FASHION REVOLUTION DAY.

Seither ist die Fashion Revolution Bewegung Austria stetig gewachsen und auch heuer wurden zahlreiche Aktionen organisiert um aufmerksam zu machen.

Hinzeigen und aufmerksam machen darauf, dass in der Herstellung von Textilien, begonnen bei Erzeugung von Stoffen so vieles „falsch“ läuft. Und das ist der erste Schritt in die richtige Richtung.

Die immer stärker wachsende Textilbranche hat einen irrsinnigen Preisdruck und somit die  Ausbeutung von Menschen in ärmeren Ländern mit sich gebracht. Wurde in den westlichen Ländern aufgrund von Arbeitsgesetzen und Menschenrechten die Produktion zu teuer, hat man die Produktionsstätten in andere Länder verlegt, wo man nicht so genau hinsehen „muss“. Wieso ist dort Arbeit so viel weniger Wert, unter fürchterlichen Umständen die keinem einzigen Menschen zumutbar sein sollten?

Ich selbst bin Damenkleidermacherin und Modedesignerin und weiß zum einen welcher Aufwand es ist, Kleidung herzustellen, zum anderen versteh ich auch die Sicht des Designers, dass die Produktion eines Kleidungsstückes nicht zu teuer sein sollte, damit der/die DesignerIn auch genug verdient.

Um hier auf mehr Gerechtigkeit und Fairness zu kommen, sollte beides gleichermaßen wertgeschätzt werden.

Jeden Tag stelle ich mir die Frage: WHO MADE MY CLOTHES?

Ich versuche so gut es geht zu hinterfragen, wo kommen die Sachen her die ich kaufe, wo wurden sie produziert, welche Materialien wurden verwendet? Ich möchte die Umwelt und deren Ressourcen achtsam behandeln, es gibt nur diese eine Welt.

SLOW FASHION anstatt Fast Fashion.

Ja, maßgeschneiderte Kleidung oder auch fair produzierte Konfektionsmode kostet nicht wenig, doch gestaltet man sie zeitlos und bewusst, haben diese Stücke eine sehr lange Lebensdauer.

Ich produziere  SLOW FASHION und meine Kunden wissen das zu schätzen. Ich lege Wert auf hochwertige Materialien und gestalte zeitlose Kleidung, welche den individuellen Anforderungen unserer Zeit angepasst ist.

I MAKE YOUR CLOTHES

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